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Welche Aufgaben können Bachpaten übernehmen? |
Die Aufgaben, die im Rahmen von Bachpatenschaften übernommen werden können, sind sehr
vielfältig. Sie richten sich vor allem nach den Möglichkeiten und dem persönlichen Engagement und sind abhängig
vom Gewässertyp und dem ökologischen Zustand. Bachpat/innen übernehmen ein Stück Verantwortung für den Zustand
des Baches vor ihrer Haustür und setzen sich für seine ökologische Weiterentwicklung ein. Die Aktion
Fischotterschutz betreut sie bei ihren Aktivitäten und steht zur Seite, wenn Bedarf vorhanden ist, um
beispielsweise Aktionen zu planen, Menschen zusammen zu bringen und mit anzupacken. |
Den Bach erkunden
Im Verlauf der Bachpatenschaft kann der Gewässerverlauf von der Quelle bis zur Mündung erforscht, die
Geschichte des Gewässers erkundet und der ehemalige Verlauf rekonstruiert werden. Interessant ist es, andere
darüber zu informieren und eine Ausstellung zu erstellen. Diese kann z.B. in der Gemeindeverwaltung aufgestellt
werden.
Die Gewässergüte feststellen
Wichtig ist außerdem die Ermittlung der
Gewässergüte mit Hilfe von
Zeigerpflanzen und -tieren. Der Fischotter
ist beispielsweise eine Zeigerart und steht für weitgehend unbeeinflusste Gewässerlandschaften. Werden Spuren
von Fischottern gefunden, kann auf den ökologisch intakten Zustand des Lebensraumes geschlossen
werden. Für die Ermittlung der Gewässergüte mit aquatischen Kleintieren existiert eine eigenständige
Methode, das sog. Saprobiensystem.
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Den chemischen Zusatnd ermitteln
Auch der chemische Zustand des Gewässers (z.B. Sauerstoff- und Nitratgehalt, pH-Wert)
kann ermittelt und die Ergebnisse über gewisse Zeiträume dokumentiert werden. Sollten einige Messwerte auf
Verschmutzungen hinweisen, kann es interessant sein, die möglichen Verschmutzungsquellen zu suchen und der
Unteren Wasserbehörde beim Landkreis zu melden.
Wie die Patenschaftsgewässer des Blauen Netzes aussehen und wie viel Spaß die Bachpat/innen beim Erforschen
hatten, könnt ihr hier anschauen. Die gesamten
Untersuchungsergebnisse der Bachpat/innen findet ihr auf
diesen Seiten. |
Die ökologische Umgestaltung gemeinsam planen
Bachpat/innen können verschiedene Abschnitte des Gewässers das ganze Jahr über beobachten
und dem Unterhaltungspflichtigen Unregelmäßigkeiten melden. Sie sollten sich Gedanken über die
ökologische Entwicklung des Gewässers machen,
Vorschläge zur Revitalisierung
entwickeln und mit den Unterhaltungspflichtigen besprechen.
Diese abgestimmten Vorschläge könnten dann der
Öffentlichkeit
und den PolitikerInnen präsentiert werden,
um eine Lobby für die naturnahe Entwicklung des Baches aufzubauen.
Darüber hinaus sollten sie kleine Naturschutzmaßnahmen, natürlich immer in Absprache
mit den Unterhaltungspflichtigen, selber umsetzen
(Bepflanzungen)
und an größeren Aktionen (z.B. Verrohrung
entfernen,
Durchgängigkeit
herstellen,
Uferabflachungen
vornehmen,
Totholz einbringen) vom Unterhaltungsverband beteiligt
werden.
Den Müll sammeln
Bachpat/innen können in immer wiederkehrenden Aktionen den Wohlstandsmüll aus dem Bach und entlang der Ufer
einsammeln, um so zu einem naturnahen Bild des Gewässers beizutragen.
Mit andern Bachpatenschaften austauschen und vernetzen
Es sollte ein Austausch von Ideen und Erfahrungen zwischen den unterschiedlichen Bachpatenschaften stattfinden.
Bespielsweise könnten sich die Naturschutz-Aktiveb im Rahmen der Bachpatenschaften zu bestimmten Aktivitäten
gegenseitig einladen, um sich gegenseitig zu unterstützen und Ideen auszutauschen. Auch überregionale
Treffen zum Erfahrungsaustausch und Bachfeste zur Präsentation der Ergebnisse sind möglich und gewünscht.
Weitere Informationen und Ideen sind unter Naturschutz am Bach
und bei den Links zu finden. |
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